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FAQs - Auftragsvergabe

 

Welche Vergabekriterien gibt es?

 

Die Vergabe von Ausschreibungen kann nach zwei Kriterien erfolgen:

· der niedrigste Preis

· das wirtschaftlich günstigste Angebot

Um das wirtschaftlich günstigste Angebot zu bestimmen, gibt es eine Reihe von Kriterien: Preis, Liefer- oder Fertigstellungsdatum, technische Leistung, Qualität, ästhetische und funktionelle Aspekte, laufende Kosten, Preis-Leistungsverhältnis, Nachbetreuungsservice und technische Unterstützung. Die Vergabekriterien müssen in der Ausschreibung angegeben sein.

 

Wie bekomme ich Informationen über das Unternehmen, welches den Zuschlag erhalten hat?

 

Die Richtlinie für Bau-, Liefer- und Dienstleistungsaufträge schreibt vor, dass der Auftraggeber in der TED-Datenbank bekannt geben muss, wer den Zuschlag bekommen hat. Diese Mitteilung muss nach dem Beispiel im Anhang der Richtlinie aufgebaut sein und innerhalb von 48 Tagen nach Zuschlagserteilung eingesendet werden. Die Mitteilung muss Auskunft geben über das Vergabedatum, die Vergabekriterien, die Zahl der eingegangenen Angebote, Name und Adresse des Bieters, welcher den Zuschlag erhalten hat und die Spanne der Preise, welche für die Ausschreibung geboten wurden.

 

Ich habe den Zuschlag bekommen. Kann ich sicher sein, dass ich bezahlt werde?

 

Unternehmen, welche an öffentlichen Ausschreibungen teilnehmen, akzeptieren, dass die Zahlungsmethode von öffentlichen Auftraggebern Unterschiede zum privaten Markt aufweist. Zahlungsverzögerungen können länger als im privaten Markt sein, also ist es ratsam, sich nicht von einer schnellen Zahlung abhängig zu machen. Nichtsdestotrotz sind öffentliche Aufträge ein „sicheres Geschäft“, da die Bezahlung durch den öffentlichen Status des Auftraggebers garantiert ist.

 

Welche Möglichkeiten habe ich bei der Vermutung, dass ich aus unfairen Gründen den Zuschlag nicht bekommen habe?

 

Der Auftraggeber teilt innerhalb von 15 Tagen nach Eingang eines entsprechenden Antrags den nicht berücksichtigten Bietern die Gründe für die Ablehnung ihres Angebots und denjenigen Bietern, die ein ordnungsgemäßes Angebot eingereicht haben, auch die Merkmale und Vorteile des erfolgreichen Angebots und den Namen des erfolgreichen Bieters mit. Jeder Bieter, der denkt dass seine Rechte durch ungesetzmäßiges Handeln verletzt wurden, kann ein Wiederholungsverfahren fordern. Damit jeder Bieter gleich behandelt wird, hat die Kommission die Wiederholungsverfahrensrichtlinien erlassen. Diese Richtlinien harmonisieren die Rechtsmittel, welche in allen Mitgliedsstaaten gelten, um so eine korrekte Anwendung der Vergaberichtlinien zu garantieren. Es bedarf der Hilfe der Mitgliedsstaaten, um schnelle und effektive Verfahren zu entwickeln und so Vergabeverfahren, welche europäische Gesetze verletzt haben, zu kontrollieren. Diese Verfahren müssen in der Lage sein, zu jedem Zeitpunkt des Vergabeverfahrens:

· einstweilige Verfügungen gegen den Beschluss des Auftraggebers zu erheben;

· Schaden von benachteiligten Unternehmen abhalten

Diese Verfahren erlauben es der Kommission einzuschreiten, sollte ein Verstoß gegen Gesetze der Europäischen Union vorliegen. Sollte solch ein Fall vorliegen, benachrichtigt die Kommission den Staat und den Auftraggeber über die vorliegende Gesetzesverletzung. Innerhalb von 21 Tagen muss der Mitgliedsstaat zeigen, dass das Vergehen geahndet wurde, das Vergabeverfahren gestoppt wurde, oder es müssen Gründe genannt werden, warum nichts getan wurde. Jeder Zulieferer, Bieter oder Dienstleister kann, wenn er sich unfair behandelt fühlt, Mitteilung gegenüber der Kommission machen, welche nach einer gründlichen Nachforschung entscheidet, ob Schritte gegen das Mitgliedsland veranlasst werden oder nicht. Dieses Verfahren soll verhindern, dass Mitgliedsstaaten weiter europäische Gesetze brechen. Trotzdem kann es keine Entschädigung bieten, und somit ist es empfehlenswert, dass Streitigkeiten zuerst auf nationaler Ebene gelöst werden sollen.

 

Welche Regeln der Europäischen Union übergehen die Auftraggeber am häufigsten?

 

Hier werden einige Regeln aufgeführt, welche absichtlich oder durch Ignoranz von Seiten des Auftraggebers gebrochen werden:

· Absichtliche Zerstückelung der Aufträge

· Nachlässigkeit, interessierte Firmen mit ausreichenden Informationen zu versorgen

· Diskriminierende Formulierungen in der Ausschreibung

· Ausschreibung ist nicht konform zu den Richtlinien (z.B. Fehlinterpretation der Richtlinien)

· Ausschreibung ist nicht konform zu den technischen Standards (z.B. EU-Standards werden nicht geachtet)

· Ausschreibungsverfahren ist nicht konform zu den Richtlinien der Selektion (z.B. unfaire und unangebrachte Anforderung, welche Dokumente vorzulegen sind)

· Ausschreibung ist nicht konform zu den Richtlinien betreffend des Auswahlverfahrens (Auswahlkriterien wurden dem Bieter nicht genannt)

 

 

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